Demokratie auf die Beine geholfen - SPD Ortsverein feiert sein 20-jähriges Bestehen

Presse


Foto by Torsten Biel (MZ)
Rot auf weiß steht in großen Lettern "SDP" geschrieben - das Stück Stoff dürfte einigermaßen Seltenheitswert besitzen und den Mitstreitern des SPD-Ortsvereins Naumburg eine besondere Erinnerung an die Ereignisse vor 20 Jahren sein. Am 13. Dezember 1989 ist der Verein noch mit der aus politischen Wendezeiten der DDR stammenden Abkürzung SDP aus der Taufe gehoben worden, bevor er später Teil der großen bundesdeutschen SPD wurde.

Am Wochenende haben die Naumburger Sozialdemokraten dieses Jubiläum gefeiert und dazu nicht nur Landesvorsitzenden Holger Hövelmann und Kreisvorsitzenden Rüdiger Erben eingeladen, sondern auch den SPD-Ortsverein Feldmoching-Hasenbergl. Die Genossen aus dem Münchner Norden gelten als "Geburtshelfer" der organisierten Sozialdemokratie in Naumburg. Außerdem in der Runde: die Landtagsabgeordnete Krimhild Fischer und der einstige Europaabgeordnete Ulrich Stockmann, der dem SPD Kreisverband 16 Jahre vorstand. Heute in Magdeburg wohnend, wurde ihm deshalb eine besondere Anerkennung zuteil: die Ehrenmitgliedschaft. Ortsvereinsvorsitzender Thomas Postleb würdigte ihn als ostdeutschen Sozialdemokraten der ersten Stunde.

Überhaupt galt die Aufmerksamkeit der Feier - durchgeführt im "St. Wenzel" - jenen, die den Naumburger Ortsverein gegründet und sich für eine parlamentarische Demokratie eingesetzt haben: Emil Draht, Klaus-Detlef Thyen, Hans-Jürgen Schmidt, Stefan Will, Martin Groß und die bereits genannten Thomas Postleb und Ulrich Stockmann. Landesvorsitzender Hövelmann sagte, es sei auch deren Verdienst, dass die Sozialdemokratie in Naumburg und im Land erfolgreich habe wirken und gestalten können. Die aktuelle Lage der SPD sei bitter, doch könne man auf elf Jahre in bundespolitischer und zwölf in landespolitischer Verantwortung verweisen.

Leichter hat es die Münchner SPD, die in Bayerns Landeshauptstadt das Sagen hat, was Reinhard Bauer, Vereinsvorsitzender in Feldwoching-Hasenbergl, selbstbewusst vermittelte und gleichsam seiner Hoffnung Ausdruck verlieh, dass der Wechsel in der Bundes-SPD auch den Sozialdemokraten in Naumburg und Sachsen-Anhalt zum Vorteil gereichen werde. Als Lektüre schenkte er einen druckfrischen Abriss zur Geschichte der Münchner Sozialdemokratie. Ulrich Stockmann nahm die Ernennung zum Ehrenmitglied gerührt entgegen. Er freue sich über diese Würdigung in seiner Heimatstadt und darüber, dass ihm zusammen mit dem Münchner Max Weber - er ist seit zehn Jahren Ehrenmitglied in Naumburg und war live per Handy zur Veranstaltung im "St. Wenzel" zugeschaltet - diese zuteil werde. Kurzfristig abgesagt haben Vertreter der Aachener SPD, zu denen die Naumburger über die Städtepartnerschaft regen Kontakt pflegen. Krimhild Fischer konnte allerdings ein Grußwort überbringen.

Foto rechts: Für 20 Jahre Wirken in Naumburgs SPD von Holger Hövelmann (4.v.l.) und Rüdiger Erben (2.v.r) ausgezeichnet (v.l.): Emil Draht, Thomas Postleb, Klaus-Detlef Thyen, Stefan Will, Ulrich Stockmann und Martin Groß. Nicht im Bild: Hans-Jürgen Schmidt.

Quelle: mz-web.de
 
 

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